*mouth and more

Segelreise Süd-Bretagne und Süd-England


Nein, bei unserem Törn geht es nicht darum, eine möglichst große Klappe zu haben. Vielmehr haben wir die die pittoresken und marinehistorisch interessanten, südenglischen Küstenstädte an den Mündungen der River Plym, Wey, Fal, sowie dem Dart River im Blick. Phonetisch ausgedrückt: [məθ], nicht [maʊθ]!

Wer schon relativ früh im Jahr segeln will, für den/die sind die Süd-Bretagne und Süd-England die idealen Reviere. Durch den Golfstrom ist das Wasser relativ warm und das Klima mild. Die meisten Boote liegen im Wasser, die Infrastruktur in den Häfen steht Seglern das ganze Jahr über zur Verfügung und mit Wind ist auch zu rechnen. Was will man mehr?

Der diesjährige *mouth and more-Törn startet in der alten bretonischen Hauptstadt Vannes im Golfe du Morbihan. Schon die eindrucksvollen Tiden- und Strömungsverhältnisse im Golf sind ein prägendes Erlebnis und ein seglerischer Leckerbissen erster Güte. Durch die Baie de Quiberon geht es entweder die Küste nordwärts oder wir machen einen Abstecher auf einer der vorgelagerten Inseln, entweder nach Le Palais auf der Belle-Île-en-Mer oder nach Port Tudy auf der Île de Groix. Im weiteren Verlauf unsers Weges landen wir dann in  Camaret-sur-Mer, mit einem Liegeplatz direkt vor dem Vauban-Turm, einem UNSECO-Weltkulturerbe. Camaret ist unser Absprunghafen in den westlichen Ärmelkana. Nach genauer Tidenberechnung passieren wir den berüchtigten Chenal du Four bis hinein nach L’Aber Wrac’h an der nordbretonischen Küste.

Dann verlassen wir die Bretagne und segeln in einem 100 Seemeilen-Schlag quer über den westlichen Ausgang des Ärmelkanals hinüber nach Falmouth an der cornischen Küste, einem der weltweit tiefsten Naturhäfen. In England angekommen widmen wir uns zunächst der berühmten Pubkultur. Nun werden die Schläge etwas kürzer und versprechen weitere tolle Segeltage, an denen wir uns über Plymouth, Dartmouth und Weymouth, die Needles passierend, bis ins Segelmekka Cowes auf der Isle of Wight vorarbeiten.

Der Solent, mit seinen anspruchsvollen Tiden- und Strömungsverhältnissen ist ein weiteres tolles Übungsrevier für die Gezeitennavigation. Mit Portsmouth im nordöstlichen Teil des Solent besuchen wir wieder einen sehr traditionsreichen Marinehafen und erreichen unser Ziel mit dem eindrucksvollen Spinnaker Tower als modernem Wahrzeichen.

Portsmouth bildet eine Ausnahme von der Regel: Es gibt keinen River Port, sondern es handelt sich um eine Ria, ähnlich den Rias in Galicien und Portugal. Die bretonische Bezeichnung dafür ist “Aber”, wie eben in L’Aber Wrac’h.

Die genaue Routenplanung ergibt sich aus den Wünschen der Crew, ergänzt um die navigatorischen Erfordernisse.






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