Die Biskaya von innen

Küstensegeln, Kultur, Küche


 

Für die meisten Segler ist die Biskaya ein Seegebiet, welches man, oft mit einem mulmigen Gefühl, auf schnellstem Wege überquert. Die allerwenigsten nehmen sich die Zeit, die schönen, interessanten Orte im Innern der großen Bucht anzusteuern. Wir besegeln mit unserem Törn alleine vier spanische Regionen – Galicien, Asturien, das Baskenland und Kantabrien – mit ihren unterschiedlichen Charakteren. Dazu mit Pyrénées-Atlantiques und Charente Maritime zwei französische Départements.

Wir legen ab in La Coruña. Die große Ría de Coruña und die angrenzende Ría de Betanzos bieten uns komfortable Möglichkeiten zum Einsegeln und für ein intensives Manövertraining, bevor es raus auf den Atlantik geht. Auf dem Weg nach Gijón haben wir die Qual der Wahl, welche der vielen reizvollen Rías wir ansteuern wollen: Cedeira, Ortigueira, Viveiro, Foz oder Ribadeo an der galicisch-asturischen Grenze.

Rías sind ehemalige Flusstäler die von Meerwasser überflutet wurden. Sie strecken sich zum Teil weit ins Landesinnere und bieten zum einen Schutz, falls der Atlantik sich als zu ungestüm erweisen sollte. Zum anderen handelt es sich bei den Rías um eigene, ganz unterschiedliche Segelreviere, die es mitsamt ihren Häfen und Ankerbuchten zu entdecken gilt.

Kurz vor Gijón bietet sich ein Abstecher nach Cudillero an, einem der schönsten Fischerdörfer an der spanischen Nordküste, bevor wir die große Hafenstadt erreichen. Gijón ist ein kulturelles und gastronomisches Zentrum der Region, wo wir es uns so richtig gut gehen lassen können.

Mit einem längeren Schlag erreichen wir Kantabrien und seine Hauptstadt. In einem großen Feuer 1941 wurde ein großer Teil der Stadt und seiner historischen Substanz vernichtet. Aufgrund seiner landschaftlich besonderen Lage ist die Stadt bei Touristen dennoch sehr beliebt.

Ein weiterer Segeltag bringt uns dann nach Bilbao, der Hauptstadt des Baskenlands. Feinschmeckern läuft schon das Wasser im Mund zusammen: In dieser Region gibt es die höchste Sterne-Dichte der Welt!  Und bei Kulturliebhabern liegt natürlich das weltberühmte Guggenheimmuseum an erster Stelle. Wir treffen dort hoffentlich die Segler von der Free Spirit wieder, mit denen sich die Logoff-Crew beim Fastnet Race einen harten Kampf geliefert und einige Flaschen Rioja zusammen geleert hat. ¡Hasta luego compañeros!

Ein weiterer schöner Stop ist San Sebastián wo man in der muschelförmigen Bucht La Concha an Muringtonnen mit Panoramablick liegen kann. Weiter geht es wieder mit einem längeren Schlag vorbei an St Jean de Luz und Bayonne bis nach Archachon, wo wir die Dune du Pilat, eine über 100 m hohe und über 2 km lange Sanddüne bestaunen können.  Der letzte Schlag führt uns dann bis zur Mündung der Charente und den Fluß hoch bis nach Rochefort. Rochefort ist ein historischer Hafen in dem die Hermione liegt, ein Nachbau der historischen Fregatte nach Originalplänen . Mit dem Bahnhof in unmittelbarer Hafennähe ist man in kürzester Zeit in La Rochelle.

Die genaue Routenplanung ergibt sich aus den Wünschen der Crew, ergänzt um die navigatorischen Erfordernisse.




▶︎ *mouth and more



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